Wie dir der optimale Trainingsstart gelingt!

Trainingsstart Tischtennis

Hoffentlich bald wieder Realität: Die volle Tischtennis-Halle wie hier beim Noppen-Lehrgang in den Niederlanden

Ganz gleich ob auf grünen oder blauen Platten oder ob mit weißen oder gelben Bällen; so langsam öffnen immer mehr Sporthallen und es wird wieder Tischtennis gespielt. Fast nebenbei wurde in der letzten Woche sogar die Play-Off-Runde der TTBL ausgetragen und kürte erstmals den 1.FC Saarbrücken als deutschen Meister.

Derzeit gibt es deutschlandweit noch einen sehr großen Flickenteppich an verschiedenen Regularien. In verschiedenen Bundesländern, aber auch auf kleinerer Ebene in verschiedenen Kreisen und Gemeinden gelten völlig unterschiedliche Regularien. Einfacher haben es in dieser Situation die Vereine, in denen es ohnehin weniger Trainingsbeteiligung im Sommer gibt. Größere Vereine müssen hier schon deutlich mehr Aufwand leisten. Einige nutzen bspw. Online-Systeme, um sich für bestimmte Trainingszeiten einzutragen. Manches Mal übernimmt auch ein Vereinsmitglied die Koordination, die notwendig ist, um Vorgaben und Abstände einhalten zu können. Wenn das Organisatorische stimmt, kann auch wieder gespielt werden.

Daher möchten wir heute die Frage beantworten, wie du wieder optimal ins Training einsteigen kannst.

Gerade nach einer für Viele von Euch ungewohnt langen Pause ist es unabdingbar, den Körper wieder langsam an die Bewegungsausführungen zu gewöhnen und sich aufzuwärmen. Direkt im ersten Training mit den schnellstmöglichen Topspins zu starten ist hier nicht besonders hilfreich. Du solltest nicht unterschätzen, dass die ausgeführten Bewegungen beim Tischtennis andere sind als die Bewegungen bei anderen Sportarten. Selbst wenn du in der Pause regelmäßig einen anderen Sport betrieben hast, so startest du bei bestimmten Bewegungen wieder quasi bei „0“.

Die ersten Trainingseinheiten sollten somit nicht direkt mehrere Stunden andauern und wie beschrieben eher mit vorsichtigem Tempo ablaufen.
Wir erleben es oft, dass Spieler hochmotiviert starten wollen und es besonders am Anfang übertreiben. Hier ist die Gefahr, sich beispielsweise etwas zu zerren, besonders hoch. Folge: 2 Wochen Pause und auskurieren.
Vor diesem Negativ-Beispiel wollen wir Euch natürlich bewahren.

Um sich vom spielerischen Niveau wieder an einen Rhythmus zu gewöhnen, so solltest du dir viel Zeit beim Einspielen lassen und bestimmte Bewegungsabläufe wie beispielsweise den Angriffsball auf Block regelmäßig wiederholen. Wenn du schon sehr schnell wieder mit dem freien Spiel startest, so ist es nur sehr schwierig, Bewegungsabläufe konstant abzurufen. Daher ist ein langes Einspielen mit häufiger Wiederholung sehr hilfreich. Noch besser wäre es, sofern ihr einen geeigneten und motivierten Trainingspartner habt, sich mit Übungen wieder an das freie Spiel heranzutasten.

Hier beispielhaft ein möglicher Verlauf, bevor du zum freien Spielen übergehst:

1. Sehr langes Einspielen mit häufiger Wiederholung. Hier dürfen es auch ruhig 30-40 Minuten sein.
2. Nach dem Einspielen mit 2-3 regelmäßigen Übungen beginnen. Wir empfehlen besonders am Anfang nur 5 Minuten pro Seite.
3. Im weiteren Trainingsverlauf könnt ihr auch wieder unregelmäßige Übung in Euer Training integrieren.

Gerade im ersten Training nach einer so langen Pause würden wir vom richtigen Wettkampf abraten. Wir wollen Euch natürlich nicht den Spaß am Tischtennis verderben, jedoch kennt ihr es vielleicht selbst: Wenn man nach einer lange Pause Wettkampf spielt, merkt man erstmal wie viel Trainingsrückstand man wieder aufzuholen hat, da die Abläufe schon vom Aufschlag weg nicht stimmen. Dadurch spielt man oft schlechtere Ergebnisse, ist unzufrieden mit sich und seinem Spiel und hat das Gefühl, dass man „gar nichts mehr kann“ und geht demotiviert nach Hause. Daher am besten in der ersten Trainingseinheit mal ruhig auf Wettkampf verzichten.

Beispiel für eine regelmäßige Übung:

Du spielst deinem Mitspieler alle Bälle in seine Rückhandseite und er spielt abwechselnd einen Ball in deine Rückhand und in deine Vorhandseite. Das ist auch die persönliche Lieblingsübung von Niclas aus dem Sauer & Tröger Team. Warum genau ? 

1. Man fokussierst sich erstmal nur auf die Grundschläge, sowie die Beinarbeit.
2. Die Übung ist für den Kopf weniger anstrengend.
3. Der Wechsel von Vorhand zu Rückhand wird damit auf eine sehr einfache Art und Weise trainiert.
4. Beim Rechtshänder wird zudem Vorhand parallel trainiert.
5. Eine eher schonende Übung gerade nach einer lange Pause.

Beispiel für eine unregelmäßige Übung:

Du spielst deinem Mitspieler alle Bälle in seine Rückhandseite. Er spielt dir immer 1-3 mal in deine Rückhandseite und dann deinen Ball in deine Vorhandhälfte (diesen greifst du dann an). Dies ist schon deutlich schwieriger und es erfordert mehr Konzentration. Wärmt Euch daher gut auf, sammelt wieder Gefühl für den Ball und die Bewegungsabläufe und dann könnt Ihr nach 1-3 Einheiten schon wieder voll durchstarten.

Wir wünschen Euch mit diesen Anregungen einen gelungenen Neustart an den Tischen. Auch möchten wir uns nochmal herzlich für eure phänomenale Unterstützung in den letzten Wochen bedanken. Wir waren in der aktuellen Situation überrascht davon, wie viele Spieler unsere neuen Materialien Hellfire-X (lange Noppe) sowie Unicorn (Holz) bestellt haben. Dies bestätigt auch die derzeitige Aufbruchstimmung.

Wir wünschen Euch einen großartigen Start!

Liebe Grüße vom Sauer & Tröger Team

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