Wieso du dir konkrete Trainingsziele vor der Tischtennis-Saison setzen solltest

Tischtennis Ziele- Sylvester

Sylvester und der Start in eine neue Tischtennis-Saison haben mehr Gemeinsamkeiten als man meint.

Der Start in eine neue Tischtennissaison ist sehr häufig vergleichbar mit dem Beginn eines neuen Jahres an Sylvester. Für uns Tischtennisspieler ist das zweite Sylvester des Jahres meistens im August, denn dann beginnt bei den Meisten die Vorbereitung für den Saisonstart. Nicht selten kommt es also vor, dass gerade im August die guten Vorsätze durch die Hallen schallen.

„Die letzte Saison ist echt blöd gelaufen, aber nun wird alles besser“
„Ab jetzt gehe ich wieder regelmäßig ins Training“
„Wir führen ein regelmäßiges Mannschaftstraining 3 Mal in der Woche ein“
„Ich benutze nun ab und zu auch mal die Vorhandseite“
Und das Wichtigste ist: „Ich werde NICHT wieder nach 10 Minuten anfangen, Sätze zu spielen und mich nach 30 Minuten mit einem Radler auf die Bank setzen! Ich nehme mir konkrete Trainingsziele vor und besuche gegebenenfalls auch ein Seminar oder bilde mich mit Videos weiter!“

So mancher von Euch fühlt sich vielleicht schon jetzt nach den ersten Einheiten ertappt. Das ist auch nicht schlimm. Wie heißt es immer so schön: „Vorfreude ist die schönste Freude.“ Wir wollen Euch jedoch ermutigen, gegen die Komfortzone in der Saisonvorbereitung anzukämpfen und die Vorsätze im Kopf auch wirklich umzusetzen. Dafür ist vor allem Eines wichtig: Setze die konkrete Trainingsziele! Dadurch entwickelst du ein Mindset, das dich voranbringt.

Wir gehen davon aus, dass Ihr als Noppen-Community zu den Menschen gehört, die motiviert sind und die sich auch stetig verändern und weiterentwickeln wollen. Etwas Neues zu tun, wie beispielsweise neues Material zu testen, einen neuen Schlag oder ein neues taktisches Element zu lernen, sollte Euch Freude bereiten. Es hilft Euch raus aus dem immer gleichen Trott. Wenn ihr bereits schon wieder ein paar Mal trainieren konntet und wenn ihr nicht mehr erschrocken von eurem verlorenen Ballgefühl seid, dann ist das der Moment, an dem Ihr Euch intensiv mit Euren Trainingszielen befassen solltet.

Wie das geht? Erklären wir Euch jetzt:

 

Du solltest dir zum Beispiel folgende Fragen beantworten: 
Wo möchte ich generell hin im Tischtennis? – Was sind meine Ambitionen?
Ist es mir wichtig, sehr kurzfristig Resultate zu erzielen oder ist es in Ordnung, ein eher langfristiges Ziel zu verfolgen?
Möchte ich mein Spielsystem verändern oder sollte ich mich eher um technische Aspekte kümmern?
Ein konkretes Ziel ist nicht immer leicht zu setzen.

WICHTIG: Setze dir konkrete Zeitpunkte, an denen du deine Entwicklung betrachtest und analysierst. Bist du auf dem richtigen Weg oder musst du nochmal etwas Grundlegendes ändern? Unserer Meinung nach sind meist mittel-bis langfristige sowie tiefgreifende Lernerfolge wertvoller als kurzfristige, kleine Verbesserungen. Daher solltest du dich auch nicht von kurzfristigen Resultaten mit Verschiebungen des TTR-Wertes verrückt machen lassen.

 

Wie sieht es nun konkret im Training aus?

 

Ihr könnt Euch vornehmen, gezielt an einer konkreten Schwäche zu arbeiten oder auch versuchen, einen neuen Schlag /ein neues taktisches Element in Euer Spiel zu übernehmen. Auch unabhängig davon, dass es derzeit an den meisten Orten gewisse Ablaufvorgaben gibt, solltet ihr Euch mit einem festen Spielpartner verabreden und Euch vorab Gedanken machen, was ihr mit diesem Spielpartner trainieren wollt (zumindest für einen gewissen Teil des Trainings). Diese Verabredung und der Ablaufplan für die erste Trainingsphase schaffen eine gewisse Verbindlichkeit. Ohne dass ihr Euch verabredet, ist die Gefahr groß, dass ihr Euch nur einspielt, dann irgendwann nicht weiterwisst und letztlich „nur“ Sätze macht. Sollte euer Spielpartner dann doch nicht zum Training kommen, so wird er bei dieser Verbindlichkeit sicher den Anstand haben und absagen (: . So hättet ihr auch dann noch die Möglichkeit, Euch mit einem anderen Spielpartner zu verabreden.

Aus unserer Erfahrung heraus ist es bei vielen Übungsformen gar nicht so entscheidend, ob der TTR-Wert eures Partners in einem ähnlichen Bereich liegt. Mit dem gezielten Üben von passenden Situationen/Ballwegen können beide Spieler auch bei größeren Leistungsunterschieden zielgerichtet und hochwertig trainieren. Am Ende des Trainings könnt ihr kurz mit Eurem Trainingspartner reflektieren, ob die gesetzten Trainingsziele erfüllt worden sind oder was ihr eventuell besser machen könnt.

 

Wichtig ist letztlich:
Das Mindset, sowie die zielgerichtete Konzentration auf etwas Bestimmtes und der Rahmen des Trainings müssen stimmen; dann werdet ihr auch langfristige Erfolge über die Saisonvorbereitung hinaus erzielen.

 

Stimmt bei Euch der Fokus und habt ihr schon Trainingsziele festgehalten? Hinterlasst uns gerne Eure Meinung in den Kommentaren! Im nächsten Newsletter werden wir dann auch auf konkrete Übungen eingehen, die Ihr mit Eurem Partner spielen könnt.

Liebe Grüße vom Sauer & Tröger Team

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Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Mitch

    Hallo,m Prinzip richtig, gut gemeint, aber doch a bisserl arg allgemein…Wie wâr’s z.b. mit einem oder zwei oder 3 Videoangeboten in youtube jeweils mit Übungen zu einem Schwerpunkt- z.b Spielaufbau nach eigenem Aufschlag/ oder Spielaufbau nach Schupfaufschlag von Gegner – jeweils mit 1-3 Folgeubungen dazu…
    Da könnte ich noch mehr mit anfangen, danke…
    Gruß Mitch

    1. Sauer & Tröger

      Hallo Michael,

      vielen Dank für deinen hilfreichen Kommentar! Die Videos werden bald kommen, das können wir versprechen! Wir sind heute bspw. in Hamburg in der Contra TT World, um Videos für Euch zu drehen. Zudem haben wir für in der Zukunft noch etwas viel größeres geplant. Das wird das Spiel mit Noppen auf eine ganz neue Stufe bringen. Es bleibt also spannend!

      Sportliche Grüße
      Niclas vom Sauer & Tröger Team

  2. Schaser

    Hallo sehr gut werde ich so machen vielen Dank für die tipps

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